Bezirkspfingstlager 2006

Alle zwei Jahre veranstaltet der Bezirk Düsseldorf, bestehend aus 12 Stämmen ein gemeinsames Pfingstlager. Diesmal versammelten sich etwa 300 Pfadfinder unter dem Motto „Back to the roots - zurück zu den Wurzeln“ auf dem Zeltplatz Steinbachtalsperre in der Eifel.
Die Anreise ist trotz logistischer Höchstleistung gut verlaufen, nicht zuletzt, weil einige fleissige Menschen sich frei genommen haben und schon am Donnerstag mit einem 7,5 Tonner als Vortrupp losgefahren sind, um eine ganze Menge Material zum Platz zu bringen.
Alle anderen starteten zusammen am Freitag nachmittag mit sechs großen Reisebussen. Der erste Abend war natürlich bestimmt vom Ankommen, Aufbauen und Auskundschaften des Geländes rund um die Jugendbildungsstätte. Nur für die Roverstufe ging die serpentinenreiche Fahrt durch kleine Eifeldörfer weiter, bis alle sechs Gruppen mit Koordinaten und GPS-Empfängern ausgestattet an verschiedenen Punkten ausgesetzt waren, um zu hiken.
Ein besonderer Höhepunkt war der 30. Geburtstag unseres ehemaligen Stammesvorstands Stefan Seger, der pünktlich um zwölf Uhr gebührlich zelebriert wurde.

Den nächsten Tag verbrachten alle Teilnehmer in ihren Stufen. Die Wölflinge konnten an verschiedensten Workshops, von Halstuchknotenbasteln, über Armbänder machen bis zu Lagerkochen teilnehmen. Auch die Jungpfadfinder befanden sich auf den Spuren Baden Powells, als sie während ihrer ‚Brownsea Island Games’ tradtitionelle Spiele, wie Rounders entdeckten. In der Pfadfinderstufe wurde fleissig gebaut und es entsand ein Tischfeuer. Die Rover wiederrum hatten die Nacht wandernd und schließlich im Freien verbracht und schlugen sich am Samstag in Kleingruppen zurück zum Zeltplatz durch.

Abends dann tauchte ein singender Fackelzug angeführt von zwei verwegenen Druiden im Lager auf. Wir alle bekammen einen Trank verabreicht, der uns beim Morgengrauen 150 Jahre in die Zukunft versetzte.
Morgends in der Zukunft angekommen erfuhren wir, dass Wissenschaftler ein Skellet mit zum Pfadfindergruß verschränkten Fingern gefunden hatten. Pfadfinder waren den Menschen im Jahre 2156 unbekannt und so wurden wir als Zeitreisende beauftragt, dass Erbe Bi Pis wieder zu beleben.
Im Verlauf des Tages trafen wir in gemischten Gruppen rund um die Steinbachtalsperre die Kinder der Zukunft, denen wir das Pfadfindertum näher brachten. Wir sangen, machten Feuer, erkannten Wegzeichen, lernten Knoten, bauten Brücken und vieles, vieles mehr.
Abends dann gab es einen großen Knall und mit der Magie eines Feuerwerks wurden wir zurück in unsere Zeit gebracht.
Der Montag war wieder dem Abbau gewidmet und als wir dann alle zum Abschiedskreis zusammen kamen war deutlich zu spüren, dass sich viele noch gerne an dieses aufregende Lager zurück erinnern würden.

Gut Pfad!
Johanna