Leiterfortbildung in Bonn

Vom 31.03.06 bis zum 02.04.06 machte sich ein Großteil der Leiterrunde zu einer Leiterfortbildung nach Bonn-Bad Godesberg auf. Unter ihnen war auch ein Rover, welcher die Ehre der Roverstufe bei dieser Fahrt aufrecht hielt. Trotz der wichtigen Themen, welche es auf dieser Fahrt zu besprechen galt, war es um die Motivation der Teilnehmer gut bestellt.
Und so wurde schon am ersten Abend fleißig miteinander gearbeitet. Durch die veränderte Leitersituation im Stamm musste mal wieder das „Leiterkarussel“ in Gang gebracht werden. Das bedeutet, dass geschaut wurde, welcher Leiter in Zukunft welche Stufe leiten wird. Zum allgemeinen Erstaunen wurde dies schneller abgehakt, als so mancher Leiter es für möglich gehalten hätte. So blieb noch genug Zeit für eine pädagogische Weiterbildung mit Memorykarten, bei der sich so mancher Leiter erstaunlich gut mit dem ihm zugeteilten Tier identifizieren konnte.


Anschließend reichte es aber auch an Arbeit für den Freitag Abend und man zog, zufrieden im Glaube viel geschafft zu haben, zur Lagerfeuerstelle um den Abend pfadfindertypisch beim knisternden Feuer und schwingenden Gitarrensaiten romantisch zu beenden.
Man sollte ja meinen, dass man sich nach einem so ergiebigen Abend auf ein gemütliches Frühstück am nächsten Tag freuen kann. Wer dies von uns erwartet hat war ein Schelm. Denn trotz der frühmorgendlichen Uhrzeit von 10.00 Uhr musste man sich das Frühstück verdienen. Was wäre es auch für eine Fortbildung wenn nicht die allseits beliebten Kim-Spiele darin aufgetaucht wären. „Schuhe und Socken aus!“ erklang es neben den wohlig duftenden Brötchen in einem lieblichen Tonfall. „Du hast doch ´ne Macke!“ brummte und dröhnte es von den Biertischbänken zurück. Doch es half alles nichts, man musste barfuß und mit verbundenen Augen die Welt mit den Füßen entdecken. Und wenn zumindest eins gelernt wurde, so dass es am Angang des April noch richtig kalt auf der Wiese sein kann.
Letztendlich wurde dann aber doch noch gefrühstückt und die Arbeit konnte anschließend wieder aufgenommen werden. Und so wurde bis in den Nachmittag hinein geplant, diskutiert und überlegt, welche Mißstände es in unserem Stamm gibt/gab und wie sie angegangen werden sollten. Vor allem bei der Leiterunde gab es da Klärungsbedarf, was durch die konstruktive Arbeitsweise an diesem Wochenende aber recht schnell geschafft war.
Und so hieß es am Nachmittag schon wieder „auf in die Natur“ und da sich so weit weg von der Heimat schon das erste Heimweh bemerkbar machte, ging es zum Rhein. Hier wurde flaniert, gebaut, beobachtet und gerade noch rechtzeitig eingekehrt, bevor der große Platzregen kam. Nach einer kleinen Stärkung ging es zurück zum Haus um das große Grillen vorzubereiten, welches am Abend vor allem durch die grandiosen Spare Rips überzeugte.
Und wie schon am Abend zuvor endete der Abend mit einem schönen warmen Lagerfeuer und viel Gesang, doch zuvor gab es noch eine kleine Einheit zum Thema: „Wie nehme ich den Kindern die Angst bei einer Nachtwanderung“, in der nicht alle drei daran Teilnehmenden Leiter so recht überzeugten ;-).
Der Abfahrtstag war zunächst ein typischer seiner Art. Das Haus wurde geputzt, alle Sachen eingepackt, sich verabschiedet und der Bus beladen. Doch eine Rückfahrt ohne Probleme? Und das noch von einer Pause? Kann ja nicht. Und wer sich diese Fragen stellt soll recht behalten. Glücklicherweise war an diesem Tag Marathonlauf durch Bonn angesagt, was uns durch die unbeschreiblich genaue Umleitungsangaben in Bonn auf nahezu phantastische Art und Weise in noch phantastischere Gegenden brachte. Dementsprechend gereizt waren auch die anderen Autofahrer um uns herum. Die Tatsache, dass sich plötzlich unser Kofferaum öffnete und sich unsere Messer und sonstiger Kleinkram auf der Straße verteilten, machte ihre Laune wohl auch nicht besser. Also schnell alle Sachen eingesammelt und zur nächsten Tankstelle gefahren. Nach einer kurzen fachmännischen Überprüfung unsererseits war klar: „Och nee; der bleibt auch nicht zu wenn man ihn abschließt“.


Nun hieß es also alle Sachen aus dem Bus zu laden, damit der leere Bus, einschließlich Fahrer, nach Panzerband suchen fahren konnte, welches wir natürlich genau an diesem Wochenende nicht dabei hatten. Das Pech blieb uns hold und wir durften mal wieder, wie im vergangenen Jahr, auf den ADAC warten, damit er uns hilft nach Hause zu kommen. Doch wenigstens gab es dieses Jahr eine Toilette um die Ecke, sprich in der Tankstelle. Nach etwa einer Stunde und mehrmaligem „Macht endlich David Hasselhoff aus“ kam dann auch ein „gelber Engel“, welcher uns mit seinem Panzerband aushalf. Nicht nur dass die Kofferraumtür nun bis Düsseldorf nicht aufging, sondern der Bus hatte nun durch die Silbergrauen Streifen nun einen richtigen Ralley-Look erhalten, auf den wir doch so´n bißchen stolz waren.
Und so endete eine weitere „Pause“ voller schöner und lustiger Momente wieder in Düsseldorf.



Gut Pfad Markus Roos